Weinanbau und Weinherstellung im überblick

Von der Traube zum Wein

Bis der Wein zu dem Getr?nk wird, das wir genüsslich trinken, ist es ein weiter Weg. Doch wovon h?ngt der Weinanbau ab? Welche Bedingungen beeinflussen die Qualit?t der Trauben? Und wie funktioniert die Weinherstellung?
Das alles erfahren Sie mit Unterstützung unseres Weinprofis Richard Bampfield. Au?erdem erhalten Sie hier einen überblick unserer Spezialthemen rund um den Weinbau und die Weinherstellung.

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Mit Tipps für Hobbywinzer von Richard Bampfield

Inhaltsverzeichnis

Der Weinanbau und seine Bedingungen

Damit die Weinst?cke gut wachsen und hochwertige Trauben reifen k?nnen, müssen bestimmte Bedingungen vorherrschen. Für den Erfolg entscheidend sind vor allem:

  • der Boden
  • die Lage
  • das Klima
Weinberge

Die Art des Bodens ist sowohl für das Wachstum als auch für den Geschmack der Trauben und sp?ter des Weins enorm wichtig. Er sollte nicht allzu fruchtbar sein, um zu vermeiden, dass der Rebstock wie wild w?chst, aber dafür reich an mineralischen N?hrstoffen. Ist der Boden im Weinanbau beispielsweise von Kalk oder Schiefer gepr?gt, so finden sich diese Komponenten geschmacklich im Wein wieder.

Die Rebst?cke und ihre Trauben brauchen viel Sonne, um gut zu wachsen. Daher sind süd- oder südwestlich ausgerichtete H?nge in geschützten T?lern am besten für den Weinanbau geeignet. Denn hier strahlt die Sonne zum einen intensiver als in der Ebene, zum anderen auch l?nger.

Des Weiteren spielt das Klima beim Weinbau eine wichtige Rolle. Die Jahrestemperatur sollte im Mittel über 9° C liegen und allgemein nicht unter -20° C fallen, da die Reben sonst erfrieren. Zudem sollten im Jahresmittel 600 mm Niederschlag fallen und die Sonne j?hrlich über 1.200 Stunden scheinen.

Kann ich Wein im eigenen Garten anbauen?

"Sicherlich, vorausgesetzt Sie finden einen Platz im Garten, der Ihre Rebst?cke mit genügend W?rme, Sonne und Wasser versorgt. Meine pers?nlichen Tipps, um gute Weintrauben zu erhalten:

  1. Beschneiden Sie die Rebe im Sp?twinter, normalerweise im Februar!
  2. überprüfen Sie die Rebe in der Vegetationszeit auf Mehltau oder Oidium. Bei einem Krankheitsbefall besprühen Sie die Weinreben mit etwas Schwefel!
  3. Lesen Sie die Trauben, wenn sie reif sind!"
Richard Bampfield

"Sicherlich, vorausgesetzt Sie finden einen Platz im Garten, der Ihre Rebst?cke mit genügend W?rme, Sonne und Wasser versorgt. Meine pers?nlichen Tipps, um gute Weintrauben zu erhalten:

  1. Beschneiden Sie die Rebe im Sp?twinter, normalerweise im Februar!
  2. überprüfen Sie die Rebe in der Vegetationszeit auf Mehltau oder Oidium. Bei einem Krankheitsbefall besprühen Sie die Weinreben mit etwas Schwefel!
  3. Lesen Sie die Trauben, wenn sie reif sind!"
Richard Bampfield

Wie wird Wein hergestellt?

Nachdem die Trauben Anfang Herbst per Hand oder mit einem Vollernter gelesen wurden, geht es los mit der Weinherstellung.

  1. Abbeeren: Zun?chst müssen die Beeren vom Traubengerüst, sprich den Stielen, entfernt werden. Bei der Lese mit dem Vollernter übernimmt dieser die Aufgabe automatisch. Ansonsten werden die Stiele per Hand oder mit einem Entrapper entfernt.

  2. Maischen: Im zweiten Schritt der Weinherstellung werden die Beeren mit Quetschwalzen oder den Fü?en zerdrückt. Dabei entsteht die sogenannte Maische, die aus Most, Beerenschalen und Traubenkernen besteht. Die Maische wird ein paar Stunden stehengelassen, um die Geschmackstoffe in den Most zu extrahieren.

  3. Keltern: Beim Keltern wird die Maische in der Weinpresse (Kelter) schonend ausgepresst. Dadurch trennen sich die Traubenrückst?nde (Trester oder Treber) vom Most. Anschlie?end wird der gewonnene Most geschwefelt.

  4. G?rung: Der Most g?rt in F?ssern oder Tanks für einige Zeit. Dabei wird aus dem enthaltenen Zucker Alkohol. Die G?rzeit h?ngt von der Rebsorte ab und dauert meist mehrere Tage oder sogar Wochen.

  5. Abstich: Nach der G?rung werden die abgestorbenen Hefereste, die sich am Boden des Fasses oder Tanks ablagern, durch den Abstich entfernt. Zudem kann der Wein durch Filtration oder Sch?nung von weiteren Trübstoffen befreit werden.

  6. Reifung: Der junge Wein reift nun für etwa drei bis sechs Monate in Holzf?ssern oder anderen Beh?ltnissen. W?hrend der Reifung lagert sich der Weinstein am Boden und an den W?nden ab.

  7. Lagerung: Der letzte Schritt der Weinherstellung ist die Lagerung. Der reife Wein wird meist noch für einige Zeit gelagert, bevor er in Flaschen abgefüllt und verkauft wird. Die Lagerzeit h?ngt vom jeweiligen Wein ab.

Je nachdem, um welchen Wein es sich handelt und welche Qualit?t dieser am Ende erreichen soll, werden manche Schritte der Weinherstellung mehrmals ausgeführt. Jeder Schritt wirkt sich sowohl auf den Geschmack als auch auf den Geruch, die Haltbarkeit, die Intensit?t und die Klarheit des Weins aus.

Richard Bampfield über: L?sst sich Wein selbst herstellen?

"Ja, obwohl die meisten Hobbywinzer schnell feststellen: Nur übung macht den Meister! Also schrauben Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch!

Anleitung

  • Trauben zerkleinern: Geben Sie die Trauben in ein G?rgef??, etwa aus Edelstahl, Beton oder Holz. Zerkleinern und zerdrücken Sie diese leicht, um den Traubensaft herauszupressen.
  • Hefe hinzufügen: Geben Sie Hefe dazu, um die G?rung auszul?sen.
  • Alkoholische G?rung abwarten: Rühren Sie den Wein jeden Tag um. Die G?rung des Weins kann vier bis acht Tage dauern. Wann der Wein ganz genau mit der G?rung fertig ist, erkennen Sie daran, wenn er nicht mehr sprudelt. Wichtig: Versiegeln Sie das G?rgef?? NICHT – sonst explodiert er durch das bei der G?rung entstehende Gas!
  • Wein abseihen: Mithilfe eines Mulltuchs k?nnen Sie den Wein abseihen. Vergessen Sie nicht, die Traubenschalen etwas auszudrücken, um den Wein auch daraus zu extrahieren.
  • Flaschen abfüllen: Füllen Sie den Wein in Flaschen ab und versiegeln Sie diese. Wenn Sie den Wein l?nger als sechs Monate aufbewahren, sollten Sie etwas Schwefeldioxid als Antioxidationsmittel und Konservierungsmittel hinzufügen."

"Ja, obwohl die meisten Hobbywinzer schnell feststellen: Nur übung macht den Meister! Also schrauben Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch!

Kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Wein selber machen

  • Trauben zerkleinern: Geben Sie die Trauben in ein G?rgef??, etwa aus Edelstahl, Beton oder Holz. Zerkleinern und zerdrücken Sie diese leicht, um den Traubensaft herauszupressen.

  • Hefe hinzufügen: Geben Sie Hefe dazu, um die G?rung auszul?sen.

  • Alkoholische G?rung abwarten: Rühren Sie den Wein jeden Tag um. Die G?rung des Weins kann vier bis acht Tage dauern. Wann der Wein ganz genau mit der G?rung fertig ist, erkennen Sie daran, wenn er nicht mehr sprudelt. Wichtig: Versiegeln Sie das G?rgef?? NICHT – sonst explodiert er durch das bei der G?rung entstehende Gas!

  • Wein abseihen: Mithilfe eines Mulltuchs k?nnen Sie den Wein abseihen. Vergessen Sie nicht, die Traubenschalen etwas auszudrücken, um den Wein auch daraus zu extrahieren.

  • Flaschen abfüllen: Füllen Sie den Wein in Flaschen ab und versiegeln Sie diese. Wenn Sie den Wein l?nger als sechs Monate aufbewahren, sollten Sie etwas Schwefeldioxid als Antioxidationsmittel und Konservierungsmittel hinzufügen.

H?ufige Fragen zu Weinanbau und Weinherstellung

Warum werden alte Reben bei der Weinherstellung gesch?tzt?

Viele alte Reben erzeugen besonders gute Trauben. Dies liegt zum einen daran, dass sie sich aufgrund ihrer tiefreichenden Wurzeln besser mit Wasser versorgen k?nnen als ihre jüngeren Kollegen. Zum anderen tragen sie meist lockerbeerige Trauben mit kleinen Beeren, bei denen sich das Verh?ltnis von Fruchtfleisch zur Beerenhaut zugunsten der Schale verschiebt. Das sorgt für einen besseren Geschmack des Weines.

Wozu braucht man Schwefel in der Weinherstellung?

Zum einen schützt Schwefel Most und Wein vor Oxidation, zum anderen sorgt er gemeinsam mit der Mikrobiologie und dem G?rverlauf dafür, dass der pH-Wert vor bakteriellen Angriffen bewahrt wird. Ein wichtiger Schritt der Weinherstellung, der der Weinhygiene dient.

Warum wird Wein am Hang angebaut?

An einem Hang mit Südlage bekommen die Weinst?cke viel Sonne, wodurch die Zuckerproduktion in den Trauben angeregt wird. Zudem ist die Luft am Hang w?rmer. Und das ist gut für die Reifeperiode.

Wie wird alkoholfreier Wein hergestellt?

Um alkoholfreien Wein zu erhalten, wird dem Wein nach der Weinherstellung der Alkohol wieder entzogen. Dafür gibt es drei Verfahren: Vakuumverfahren, Umkehrosmose (oder Dialyse) und Dünnschichtverdampfung.

Was ist biodynamischer Weinanbau?

Beim biodynamischen Weinanbau werden sowohl das gesamte ?kosystem als auch die natürlichen Ressourcen geschont. Die Winzer richten sich bei ihren Weinbergarbeiten nach einem Aussaatkalender. Neben der Nachhaltigkeit spielt hierbei auch die Erhaltung der Artenvielfalt eine gro?e Rolle.

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