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    Roséweine

    Roséwein erfreut sich international einer wachsenden Beliebtheit. Die leichten Weine mit der zarten Farbe sind ?hnlich vielseitig wie ihre wei?en und roten Kollegen: Weinliebhaber und Weineinsteiger k?nnen sich gleicherma?en mit den edlen Tropfen anfreunden. Für jeden Geschmack gibt es den passenden Rosé.

Was zeichnet Roséweine aus?

Ein Roséwein ist nicht blo? ein Wein für diejenigen, die sich nicht zwischen Wei?- oder Rotwein entscheiden k?nnen. Er macht eine eigene Kategorie in der Weinwelt aus und hat einige charakteristische Merkmale:

  • Die auff?lligste Eigenschaft des Roséweins ist seine Farbe: Das Spektrum reicht von zarten Rosat?nen, die an Lachs erinnern, bis hin zu kr?ftigem Pink wie es im Inneren einer Grapefruit zu finden ist.

  • Geschmacklich kommt der Roséwein eher leichter und fruchtiger daher und ist weniger von den rotweintypischen Gerbstoffen beeinflusst. Von trockenen Roséweinen bis hin zu sü?lich-lieblichen Sorten reicht das Sortiment.

  • Der Alkoholgehalt von Roséweinen liegt wie bei anderen Weinsorten zwischen 9 und 14 Volumenprozent.

  • Roséwein wird nicht aus einer Mischung von wei?en und roten Trauben hergestellt, sondern wird in Deutschland nur aus dunklen Trauben gewonnen. Ausnahme bilden hier Roséschaumweine, bei denen tats?chlich Rot- und Wei?wein gemischt werden dürfen.

Wie wird Roséwein hergestellt?

Damit aus den roten Trauben ein Rosé und nicht ein Rotwein wird, kommen drei verschiedene Verfahren infrage.

Mazeration

Bei der Mazeration wird die Maische aus Fruchtfleisch und Schalen in den Tank gegeben. Rotweine verbringen so bis zu zwei Wochen mit den f?rbenden Schalen im G?rtank – beim Rosé dauert dieser Vorgang nur wenigen Stunden oder Minuten. So wird die intensive Rotf?rbung vermieden und der typische, lachsfarbene bis pinke Farbton erzeugt.

Abpressen

Beim Abpressen werden die roten Trauben direkt gepresst (gekeltert), sodass der Saft nicht mit den Schalen in Kontakt kommt und seine von Natur aus zarte Rosaf?rbung beibeh?lt. Im Anschluss wird er wie ein Wei?wein weiterbehandelt und g?rt ohne Schalen. Dieses Verfahren ist besonders bei Winzern in der Provence beliebt.

Saignée-Methode

Die Saignée-Methode (saignée = franz?sisch für ?Adlerlass“) ist eine Abwandlung der Mazeration: Most und Schalen kommen zwar auch hier gemeinsam in den Tank, nach der gewünschten ?Einwirkzeit“ werden jedoch nicht die Schalen entfernt, sondern ein Teil des Mosts abgelassen. Dieser reift in einem weiteren Tank ohne Schalen weiter. Der so entstehende Roséwein ist vergleichsweise dunkel. Der restliche Most, der im Tank mit den Schalen g?rt, wird zu einem intensiven Rotwein weiterverarbeitet.

Welche Rebsorten und Anbaugebiete sind für Roséwein bekannt?

Besonders in Deutschland und Südfrankreich sind beliebte Anbaugebiete für Roséweine zu finden. Doch auch in Kalifornien oder Portugal lassen sich gute Sorten verk?stigen. Wichtig sind ein warmes Klima und ausreichend Sonne, damit die roten Trauben perfekt reifen k?nnen.

Ein Glas mit Roséwein Guter Roséwein kann aus den unterschiedlichsten Rebsorten bereitet werden.
  • Wei?herbst wird meistens aus der Rebsorte Sp?tburgunder hergestellt, die ein typischer Vertreter deutschen Weins ist. Andere Traubensorten, die für den Wei?herbst verwendet werden, sind unter anderem der Blaue Portugiese und der Schwarzriesling.

  • Auch Shiraz, der beispielsweise in Südafrika oder Australien ausgebaut wird, wird gerne zu Roséwein verarbeitet.

  • In der Champagne eignet sich Pinot Noir hervorragend zur Herstellung eines Blanc de Noir, eines sehr hellen Rosés.

  • Als weiteres franz?sisches Anbaugebiet hat die Gascogne gute Rebsorten zu bieten. Hier wachsen unter anderem Merlot, Cabernet Franc, Syrah und Tannat. Ein Gascogne Rosé, der aus Tannat-Trauben bereitet wird, ist besonders würzig im Geschmack.

Roséwein als Cuvée

Wie auch bei anderen Weinen gibt es beim Rosé Sorten, die als Cuvée oder Verschnitt bezeichnet werden. Statt den Wein aus nur einer Rebsorte zu fertigen, werden bei einem Cuvée verschiedene Rebsorten zusammengestellt, um ein ganz besonderes Geschmackserlebnis zu kreieren.

Welcher Rosé passt zu welchem Essen?

Rosé l?sst sich als leichter Sommerwein gut solo genie?en, doch auch zum Essen kann er gereicht werden. Generell ist erlaubt, was dem eigenen Geschmack entspricht. Im Idealfall werden leichte Weine mit leichten Gerichten kombiniert, weshalb der Rosé eher selten zu Braten und Steak serviert wird, sondern mit seinen zarten Aromen eher in der mediterranen, sommerlichen Küche zu finden ist.

Art des Roséweins Passt zu
Fruchtiger Rosé Gedünstetem Fisch
Kr?ftiger, trockener Rosé Gegrilltem Geflügel
Trockener Rosé Gemüse, Kalb, Meeresfrüchten
Rosé mit viel S?ure K?se

Fragen und Antworten

Wie viele Kalorien hat ein Glas Roséwein?

Roséwein bringt es im Durchschnitt auf circa 70 bis 80 Kilokalorien pro 100 ml. Ein 200 ml-Glas schl?gt demnach mit 140 bis 160 Kilokalorien zu Buche.

Welche Trinktemperatur sollte Roséwein haben?

Roséwein sollte m?glichst kalt getrunken werden. Bei einer Temperatur zwischen 7 und 12 Grad entfaltet er sein Aroma am besten. Auch auf Eis schmeckt der Wein vorzüglich.

Wie lange kann ein offener Roséwein gelagert werden?

Die Frage, wie schnell ein Wein nach dem ?ffnen verbraucht werden muss, h?ngt unter anderem von der Restmenge ab: Je mehr Wein sich noch in der Flasche befindet, desto l?nger kann der Wein gelagert werden. Gut gekühlt bleibt der Rosé zwei bis fünf Tage genie?bar, bevor er seinen Geschmack verliert.